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Antikes Buch mit dem Titel Geschichte

Tanz mit Fortuna – einst und heute

Glücksspiel fasziniert Menschen seit Jahrtausenden – Ein Streifzug durch die Geschichte von Würfeln aus Tierknochen bis zum Online Casino als neuer Herausforderung für den Staat.

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Glücksspiel im Wandel der Zeit

„Wenn man spielt, sollte man drei Dinge am Anfang entscheiden: die Spielregeln, die Einsätze und den Zeitpunkt aufzuhören“, besagt ein chinesisches Sprichwort. Logische Regeln, die von alters her fürs Glücksspiel gelten. Tatsächlich fasziniert der Tanz mit Fortuna seit Jahrtausenden. Zivilisationen in der Antike hofften, mit verschiedenen Praktiken die Stimmung der Götter einzuschätzen. Richard Löwenherz beschloss im 12. Jahrhundert per Gesetz: Nur wer mindestens dem Ritterstand angehört, darf um Geld würfeln. Wieder Jahrhunderte später begann im biedermeierlichen Deutschland die Zeit vom Glanz und Glamour der Spielbanken.

Und selbst Casinos gehören vielleicht bald schon wieder vergangenen Zeiten an. Seit 2012 suchen Glücksritter den kribbelnden Adrenalinkick ganz legal im Internet, denn mit Erlass des „Glücksspieländerungsstaatsvertrags“ sind Online Glücksspiele nicht länger verboten. Ein Thema, das den Gesetzgeber, aber auch die Wissenschaft umtreibt: Psychologen erforschen etwa die Faszination am Klick ins Glück. Neurobiologen analysieren, wann Spaß in die Sucht abzugleiten droht.

5000 Jahre alte Würfel aus Sprunggelenken

Doch zunächst ein Streifzug durch die Geschichte. Dafür ein Blick 5000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Archäologen stießen in verschiedensten antiken Kulturen, vor allem in Süd- und Südosteuropa, China und Vorderasien, auf sogenannte Astragali – rechteckige Sprunggelenk-Knochen von Schafen oder Ziegen, die als eine Art Würfel dienten. Im alten Babylon entdeckten Wissenschaftler aus der Zeit um 3000 vor Christus Würfel aus Ton; im Römischen Reich sollten Würfelbecher und Würfeltürme Spielbetrug verhindern. Mehr noch als heute ist in jenen Tagen das Glücksspiel mit dem "Schicksal" verknüpft: Gespielt wird, um die Götter anzurufen – ähnlich lebender Orakel. Auch wer im normalen Spiel verliert, betrachtet dies als gottgegeben. Die Zufallsgöttin Fortuna hat gesprochen.

Fürs Spielglück in die Sklaverei

Bei den Römern entwickelt sich das Glücksspiel zum regelrechten Volkssport. Nicht umsonst wird dem großen Cäsar der Spruch „Alea iacta est“, die Würfel sind gefallen, zugeschrieben. Zudem ist’s alles andere als neu, dass der Staat mit Spielverboten in die Glücksspielszene eingreift. Aus gutem Grund: Vor allem die Germanen tendieren laut dem antiken Historiker Publius Cornelius Tacitus wohl zu dramatischem Leichtsinn. Ist kein Geld und Besitz mehr da, verwettet der ein oder andere Spieler sich selbst und geht in die Sklaverei. Mit der Christianisierung werden heidnische Bräuche inklusive Glücksspiel ganz verboten – auch wenn im stillen Kämmerchen sicherlich weitergezockt wurde.

Faszination Fortuna: Glückshormon und Adrenalinkick

Stellt sich die Frage: Wo liegt seit Menschengedenken der Reiz? Dafür ein Exkurs in die moderne Welt der Wissenschaft. „Schuld“ ist Neurobiologen zufolge vor allem der Botenstoff Dopamin. Dieser dient als eine Art Belohnungssystem des Gehirns und sorgt für Glücksgefühle. Dopamin wird etwa auch verstärkt ausgeschüttet, wenn ein Mensch verliebt ist. Gefühle, die zunächst einmal schlichtweg schön sind. Erst wenn sich das Spiel zur Sucht entwickelt, giert der Spieler nach dieser Glücksdusche und spielt selbst dann hochmotiviert weiter, wenn der Erfolg ausbleibt.

Experten unterscheiden mit Blick auf den Suchtfaktor zwischen weichen und harten Glücksspielen. Geht es wie bei der Lotterie allein um den Gewinn, ist das Suchtpotenzial niedriger als zum Beispiel bei Automatenspielen, denn: Bei letzteren geht es rasant voran, der ständige Nervenkitzel sorgt für den Kick, das Belohnungssystem im Gehirn springt immer und immer wieder an. Sehr anschaulich beschreibt dies der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski in seinem Roman „Der Spieler“, obwohl er bei Veröffentlichung im Jahr 1867 längst noch nichts von Botenstoffen wie Adrenalin oder Dopamin wissen konnte: "Vielleicht wurde meine Seele durch die vielen Empfindungen während des Glücksspiels nicht in höherem Maße befriedigt, sondern nur gereizt und verlangte nach immer stärkeren Empfindungen - mehr und mehr, bis sie schließlich erschöpft war."

Die gute Nachricht: Mit dem Glücksspiel ist`s wie mit Alkohol. Nicht jeder, der einen guten Tropfen genießt, ist suchtgefährdet. Die Veranlagung spielt eine Rolle, entscheidend ist aber vor allem ein verantwortungsvoller Umgang - beim Weingenuss wie beim Roulette.

Casino: ein Ort des Vergnügens

Aber zurück in die Geschichte, der Gedankensprung vom Chianti ans Mittelmeer liegt nahe. Italiener wissen bekanntlich zu leben – und so kommt`s nicht von ungefähr, dass um 1170 in Venedig der Begriff „Casino“ geboren wird. Zugegeben, dieser hatte zunächst noch nichts mit Spielbanken zu tun. Er bezeichnete in seiner Ursprungsbedeutung ein kleines Haus, wurde jedoch später auch allgemein für einen „Ort des Vergnügens“ verwendet. Allerdings gehen Historiker davon aus, dass bereits Ende des 12. Jahrhunderts im italienischen Stadtstaat um Geld gewettet wurde – vor allem im Karneval.

Bleiben wir im 12. Jahrhundert und werfen einen Blick auf die grüne Insel. In England regiert Richard Löwenherz. Während Kreuzritter in den Orient ziehen, lockert der König 1289 das strickte Glücksspielverbot auf recht ungewöhnliche Weise: Wer mindestens den Stand eines Ritters oder Adeligen hat, darf nun ganz offiziell spielen. Armen Bauern dagegen bleibt`s weiter verwehrt, die Erklärung liegt auf der Hand: Wer sich verschuldet, kann keine Abgaben an den Monarchen leisten. Die aber braucht`s für die Staatskasse, schon um die Kreuzzüge zu finanzieren. Einen Schritt weiter gehen ab dem 14. Jahrhundert die Holländer. Sie eröffnen die ersten reinen Spielbanken.

Glücksspiel: Teuflisch, aber beliebt

Verpönt bleibt das Glücksspiel in vielen Ländern trotzdem. Dafür ein Blick auf das Werk „Tod eines Geizhalses“ des Renaissance-Malers Hieronymus Bosch (um 1450 – 1516). Auf dem Gemälde lauert unter der Schatzkiste des Sterbenden ein dunkler Dämon mit fieser Fratze. In der Hand hält er eine Spielkarte. Das Bild veranschaulicht: Die Kirche lässt die Menschen zu jener Zeit glauben, das Glücksspiel sei eine Erfindung des Teufels. Was soll‘s, gezockt wird trotzdem. In manchem Städtchen erlassen Landesherren verzweifelte Verordnungen – etwa dass nachts nur gespielt werden darf, bis eine Kerze abgebrannt ist.

Lottospiel: Ganz im Sinne der Obrigkeit

Der Tanz mit Fortuna lässt sich nicht bremsen – das begreift inzwischen auch mancher Herrscher. Und wieder treiben die Italiener die Geschichte voran, mit dem Lotteriewesen entsteht am Ende des Mittelalters in Genua eine neue Form des Glücksspiels. Initiator: die Obrigkeit selbst. Der Gedanke dahinter: Steuern zahlt niemand gerne – deshalb entwickeln findige Finanzexperten ein System, bei dem die Bevölkerung ihr Geld freiwillig abgibt. Ein cleveres Vorbild, das rasch auch andernorts Schule macht. Die Zahlen werden öffentlich gezogen unter dem strengen Blick der Spieler. Ein Volksereignis schon damals, das sich später mit der Ära des Fernsehens in die heimischen Wohnzimmer verlagert. Übrigens: Der höchste Lottojackpot in Deutschland betrug bis dato sage und schreibe 46 Millionen Euro.

Von der Wissenschaft und der Welt der Würfel

Doch weiter im Sprint durch die Geschichte. Das finstere Mittelalter ist vorbei, der Geist der Aufklärung beflügelt Europa. Im 17. Jahrhundert versucht der französische Forscher Blaise Pascal (1623–1662) das Glück präzise zu kalkulieren. Die Geburtsstunde der Wahrscheinlichkeitsrechnung schlägt – eine Theorie, die sich Spieler auf der ganzen Welt bis heute zunutze machen, um Gewinne zu erwirtschaften. Die Wissenschaft hält Einzug in die Welt von Würfel, Kartenspiel und Roulette. Spieler, sagen Mathematiker, sind Fortunas gutem Willen nicht länger auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Vielleicht trägt der wissenschaftliche Ansatz dazu bei, dass das Glücksspiel nicht länger als derart verpönt gilt. In den europäischen Zentren frönt auch das aufstrebende Bürgertum der Zockerei. 1720 eröffnet in Bad Ems auf deutschem Boden die erste Spielbank, weitere Häuser folgen bald. Zugute kommt den hiesigen Casinos die Französische Revolution, denn per Gesetz müssen in Frankreich sämtliche Spielbanken dicht machen. In den folgenden Jahrzehnten erleben die deutschen Casinos – vor allem Aachen und Baden-Baden - einen regelrechten Boom.

Monte Carlo: Großes Glück im kleinen Fürstentum

Zeitsprung ins Jahr 1856. Ingenieure beginnen mit dem Bau des Suezkanals, um das Mittelmeer und das Rote Meer zu verbinden. Ja, das Gewässer hat mehr mit Glücksspiel zu tun, als man meinen mag, denn: Im nun aus mehreren Richtungen gut erreichbaren Monte Carlo eröffnet zeitgleich die bis heute bekannteste Spielbank der Welt – und zwar im offiziellen Namen des Fürsten. Auch hier ist`s wie einst in Genua: Der kleine Staat eröffnet sich damit eine sprudelnde Einnahmequelle. Monte Carlo profitiert vom Glücksspielverbot in anderen Ländern, reiche Bürger aus ganz Europa strömen ans Mittelmeer und suchen das große Glück im kleinen Fürstentum. Jahrzehnte finanziert Monaco seinen Staatshaushalt über die Gewinne der Spielbank. Auch in Deutschland ist Glücksspiel zwischen 1871 und 1933 übrigens verboten.

Spielhallen: Jetzt greift der einarmige Bandit in die Tasche

1889 erfinden die Gebrüder Caille ihre „Black Cat“. Selbige hat rein gar nichts zu tun mit einer schwarzen Katze - die Rede ist vielmehr vom ersten Spielautomaten der Welt, einem so genannten „einarmigen Banditen“. Woher der Gute seinen wenig charmanten Namen hat? Nun, böse Stimmen sagen: Wer den Automaten mittels Hebel – oder Arm – betätigt, lässt sich das Geld wie von Banditen aus der Tasche ziehen. Abgeschreckt ist die Bevölkerung davon nicht, rasch entwickelt sich eine blühende Spielhallenkultur. Damit schlägt die Spielstunde auch fürs einfache Volk.

Schwimmende Glücksschiffe in den USA und Asien

Staatliche Regulierungsversuche gab es, so viel ist inzwischen klar, von der Antike bis heute. Schlupflöcher, um trotzdem zu spielen, fanden sich immer. In den USA liegt in den 30er Jahren ein schwimmendes Casino vor Los Angeles. Ein Trick, auf den clevere Geschäftsleute der Erde bis heute zurückgreifen: So ist das Casinospiel im Königreich Thailand zwar verboten, aber eben nicht in den Gewässern entlang der Küste. Eine Brutstätte der Unterwelt – Kritiker der Casinoverbote sehen Spielbanken aus gutem Grund lieber in der Legalität als im rechtsfreien Raum.

Wegen staatlicher Verbote beginnt übrigens auch der Siegeszug des Glücksspiel-El-Dorados Las Vegas verhältnismäßig spät. 1942 eröffnet dort mit dem „El Rancho“ das erste Casino. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte ohne gleichen: Heute locken rund 1400 Spielbanken Glücksritter aus aller Welt in die Stadt der Lichter und Superlative.

Das kleine Glück im großen Netz: Online Glücksspiele

Doch die Geschichte schreitet voran – selbst herkömmliche Spielbanken werden vielleicht eines Tages der Vergangenheit angehören. Seit geraumer Zeit boomen Online Casinos. Deren Historie reicht weiter zurück, als man meinen mag. Bereits in den 1970er Jahren entwickeln Softwarefirmen Glücksspiele – allerdings zunächst für klassische Spielbanken. Sie lösen vielfach Spielautomaten wie den einarmigen Banditen ab. Der ein oder andere spielt zudem daheim am eigenen Computer. Anfang der 90er Jahre entwickelt ein britischer Informatiker namens Tim Berners-Lee am Kernforschungslabor CERN das World Wide Web. Was anfangs eine Sache für Computerkenner ist, wandelt sich bald schon explosionsartig zum Massenphänomen. Das erste Online Casino eröffnet 1994 die digitalen Türen. 1995 kommt eine erste Anwendung zum sicheren Zahlungsverkehr im Netz auf den Markt. Das Gros der Softwarehersteller entdeckt Online Casinos als lukrativen Geschäftszweig zu Beginn des neuen Jahrtausends für sich.

Die Technik ist also da – allerdings bewegt sich das Glücksspiel im Netz zu Beginn in rechtlichen Grauzonen. Das ändert sich in Deutschland am 1. Juli 2012, jetzt tritt der so genannte Glücksspieländerungsstaatsvertrag in Kraft. Damit wird das bis dahin geltende grundsätzliche Verbot von Online Glücksspielen aufgehoben. Besonders beliebt im Netz: Poker, Roulette und Blackjack.

Der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen an sich stammt aus dem Jahr 2008, damit wurde ein einheitlicher Rahmen für alle 16 Bundesländer geschaffen. Zielsetzungen: die Bekämpfung der Spielsucht sowie der Jugend- und Spielerschutz. Ein erhöhtes Suchtpotenzial sehen Experten zum einen darin, dass die Portale 24 Stunden zur Verfügung stehen, zum anderen, dass sich Zocken am heimischen Computer jeglicher sozialen Kontrolle durch die Umwelt entzieht. Inwieweit ein staatlich kontrolliertes Glücksspiel zudem als willkommene Einnahmequelle dient, sei dahin gestellt. Zunächst sind Online Casinos im Vertrag komplett verboten, das ändert sich mit der Novellierung 2012. Die wesentlichen Inhalte: Der Staat behält weiterhin das alleinige Monopol fürs Lottospiel. Private Anbieter für Sportwetten und Online Casinos können vom jeweiligen Bundesland zeitlich befristete Lizenzen kaufen. Casino-Klassiker wie etwa Roulette oder Blackjack, aber auch viele völlig neue Casinospiele können jetzt im Netz legal angeboten werden.

Kritiker blicken mit gewisser Skepsis auf die Differenzierung in Sachen Suchtpotential, denn der Vertrag unterscheidet unterm Strich zwischen Spielen, die – Psychologen und Neurologen zufolge - mehr oder weniger süchtig machen. Die einen sind erlaubt, die anderen nicht. Ein Beispiel: Sportwetten sind zugelassen, Ereigniswetten wie der Tipp auf die nächste gelbe Karte bleiben verboten. Erstens stellt sich die Frage, ob`s Suchtprävention bedeutet, wenn der potenzielle Alkoholiker keinen Wodka, aber weiterhin Bier trinkt. Zweitens werden jene Glücksritter bestraft, die verantwortungsbewusst und in Maßen spielen.

Finger weg von schwarzen Netz-Schafen

Gefährdete Zocker dagegen werden Schlupflöcher am Rande der Legalität suchen und finden. Damit setzen sie sich drittens nicht allein der Suchtgefahr aus: Wer in Deutschland an einem nicht genehmigten Glücksspiel teilnimmt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen rechnen oder gar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten. Unter die §§ 284ff im Strafgesetzbuch fallen hierbei nach dem Willen des Gesetzgebers auch ausländische Online Casinos – über die Anwendbarkeit diskutieren Juristen bis dato. Aber: Gibt es Probleme mit dem Anbieter, hilft der Staat bei illegalem Zocken nicht weiter. Und viertens ist`s inzwischen fast schon eine Wissenschaft für sich, seriöse Online Casinos von den schwarzen Schafen zu unterscheiden. Schnell landen Spieler auf dubiosen Seiten ohne Lizenz, die keinem europäischen Recht unterstehen, heikle Kundenprofile erstellen, sensible Daten speichern, drastische Sicherheitslücken aufweisen und Gewinnchancen durch Tricks wie simulierte Verbindungsfehler minimieren.

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